Warum zeigt eine Kompassnadel nach Norden, ganz ohne Akku?
- Tief unter uns strömt flüssiges Eisen und erzeugt das Magnetfeld der Erde.
- Im hohen Norden liegt physikalisch ein magnetischer Südpol: Er zieht den Nordpol der Nadel an.
- Vor rund 780.000 Jahren hätte jeder Kompass nach Süden gezeigt.
Wer mit dem Kompass misst, steckt das Handy besser in den Rucksack.
Wörter zum Text
- der Kompass
- Ein kleines Gerät mit einer Nadel. Es zeigt, wo Norden ist.
- der Magnet
- Ein Stück Metall oder Stein, das Eisen zu sich zieht.
- das Eisen
- Ein hartes, graues Metall. Man macht daraus zum Beispiel Nägel.
- flüssig
- Nicht fest, sondern so, dass es fließt wie Wasser.
- die Richtung
- Die Seite, wohin etwas zeigt oder geht.
Der Anfang des Textes
Ein Magnet in der Erde
Nimm einen Kompass in die Hand und dreh dich langsam. Die Nadel dreht sich nicht mit. Sie zeigt immer in dieselbe Richtung: nach Norden. Das ist eigentlich seltsam. Niemand zieht an der Nadel, und trotzdem findet sie den Norden. Die Erklärung liegt nicht am Himmel, sondern tief unter deinen Füßen.
Die Erde ist innen nicht überall gleich. Ganz in der Mitte ist ein Kern aus Eisen. Der innere Teil ist fest. Um ihn herum liegt der äußere Kern: etwa 2900 Kilometer unter uns, sehr heiß und flüssig. Dieses flüssige Eisen ist immer in Bewegung. Es fließt und dreht sich, langsam, aber ohne Pause.
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