Wie viel von dem, was du heute lernst, weißt du morgen noch?
- Ab 1879 lernte Hermann Ebbinghaus Listen mit Silben ohne Sinn: BOK, LEF, ZUP.
- Nach 20 Minuten war fast die Hälfte weg, nach einem Tag blieb etwa ein Drittel.
- Mit Pausen über drei Tage brauchte er nur gut die Hälfte der Arbeit.
Der beste Plan: abends lernen, dann schlafen und am nächsten Tag kurz wiederholen.
Wörter zum Text
- vergessen
- Etwas nicht mehr wissen, was man einmal wusste.
- das Gedächtnis
- Der Teil von dir, der Dinge im Kopf behält.
- die Erinnerung
- Etwas, das du im Kopf behalten hast.
- die Silbe
- Ein Teil von einem Wort. „Ta-sche“ hat zwei Silben.
- die Kurve
- Eine Linie, die nicht gerade ist.
Der Anfang des Textes
Ein Mann und viele Silben
Du kennst das bestimmt: Du gehst in die Küche und weißt plötzlich nicht mehr, was du dort wolltest. Oder du lernst zehn neue Wörter, und nach drei Tagen sind sieben davon weg. Das ist ganz normal. Alle Menschen vergessen. Die Frage ist nur: Wie schnell? Und warum?
Ein Deutscher wollte das genau wissen: Hermann Ebbinghaus, geboren 1850 in Barmen, heute ein Teil von Wuppertal. Ab 1879 machte er in Berlin ein langes Experiment. Er hatte keine Testpersonen, nur sich selbst. Er war Forscher und Versuchsperson in einer Person.
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