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Federweißer: der Wein, der noch lebt

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Illustration zum Text: Federweißer: der Wein, der noch lebt
Federweißer: der Wein, der noch lebt

Derselbe Text auf drei Niveaus

So beginnt er auf A1, auf B1 und auf C1. Du wählst die Fassung, die du gern liest.

A1

Im Sommer scheint die Sonne. Die Trauben werden groß und bekommen viel Zucker. Im Herbst sind sie reif. Dann beginnt die Weinlese.

B1

Im Sommer scheint die Sonne, und die Trauben an den Weinstöcken werden Tag für Tag süßer. Im Herbst sind sie reif. In Deutschland beginnt die Weinlese meistens im September und dauert bis in den Oktober. Frühe Sorten wie Bacchus, Ortega oder Siegerrebe holt man zuerst. Wann genau, hängt vom Wetter, von der Traube und von der Gegend ab.

C1

Kaum ein Getränk ist so eng an eine Jahreszeit gebunden. Sobald im Spätsommer die ersten frühreifen Sorten gelesen sind, kommt der Federweißer in Handel und Gastronomie, meist von Anfang September bis Ende Oktober. Wer Trauben vor dem Pressen kalt lagert, verlängert die Saison bis in den November oder gar Dezember; dann ist der Spuk vorbei. Wer den Federweißer verstehen will, muss deshalb bei der Traube anfangen.

Wörter zum Text

die Weinlese
Man holt im Herbst die Trauben.
der Most
Frischer, süßer Saft aus Trauben.
die Hefe
Winzige Pilze, sie machen aus Zucker Alkohol.
die Gärung
Hefe macht aus Zucker Alkohol und Gas.
die Kohlensäure
Das Gas in Sprudel und Sekt.
trüb
Nicht klar, man sieht nicht hindurch.
der Winzer
Er oder sie macht Wein.

Der Anfang des Textes

Die Lese

Im Sommer scheint die Sonne, und die Trauben an den Weinstöcken werden Tag für Tag süßer. Im Herbst sind sie reif. In Deutschland beginnt die Weinlese meistens im September und dauert bis in den Oktober. Frühe Sorten wie Bacchus, Ortega oder Siegerrebe holt man zuerst. Wann genau, hängt vom Wetter, von der Traube und von der Gegend ab.

Viele Weinberge, aus denen Federweißer kommt, liegen im Südwesten, zum Beispiel in Rheinhessen und in der Pfalz, an der Mosel und an der Nahe. Dort wachsen die Reben oft an Bergen. An sehr steilen Bergen muss man die Trauben mit der Hand schneiden, denn dort kann keine Maschine fahren. Auf flachem Land arbeitet oft ein Vollernter. Diese große Maschine schüttelt die Beeren von der Rebe.

Eine Traube besteht aus vielen Beeren. In jeder Beere stecken Saft, Zucker, Säure und ein paar Kerne. Außerdem gibt es fast überall sehr kleine Hefen. Sie sind für den Federweißer wichtig, auch wenn man sie nicht sieht. Im Herbst gibt es in vielen Weinorten Feste für die neuen Trauben.

Bei der Lese kommen die Trauben in flache Kisten, damit sie nicht kaputt gedrückt werden. Kaputte Beeren beginnen sonst schon im Weinberg zu gären. Darum arbeitet man vorsichtig und bringt die Trauben schnell zum Weingut. Ein Teil der Weinberge liegt an Hängen, die zur Sonne zeigen.

In wenigen Worten

Im Herbst gibt es Federweißer. Er ist Most. Der Most wird gerade zu Wein. Er ist süß und hat schon Alkohol. Man trinkt ihn nur ein paar Wochen.

Quellen

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